Druckansicht

Vorfussoperationen

Begriffserklärung:
Fehlstellungen am Vorfuß treten häufig auf. Zum Teil sind sie völlig schmerzlos, teilweise führen sie aber Schmerz bedingt zu einer starken Behinderung und Einschränkung der Lebensqualität.
Neben angeborenen Fehlstellungen, die zahlenmäßig selten sind beruhen die meisten Fußfehlformen auf  einer Kombination aus einer Bindegewebsschwäche und einer Überlastung. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.


Spreizfuß

Indikation:
In der Regel werden Fußfehlformen ohne Operationen behandelt. In vielen Fällen kann durch die Wahl von geeignetem Schuhwerk und/oder einer Einlagenversorgung Schmerzfreiheit erreicht werden.


Spreizfuß mit Hallux im Röntgen

Mit Hilfe von Einlagen oder Schuhzurichtungen wird das Fußgewölbe gestützt und korrigiert.
Operationen werden dann durchgeführt, wenn trotz Einlagenversorgungen eine Schmerzfreiheit nicht mehr erreicht werden kann oder der Befund sich aufgrund weiteren Muskelzugs in die Fehlstellung verschlimmert.


Durchgetretener Spreizfuß mit Hallux

Operationstechnik:
In Abhängigkeit von der Stärke der Fehlstellung, dem Alter des Patienten, den betroffenen Zehen und dem Vorhandensein von Verschleiß im betroffenen Zehengelenk stehen uns eine Vielzahl von operativen Eingriffen zur Verfügung.

Wir unterscheiden im wesentlichen:
Schmerzhafte Fehlstellungen im Großzeh ohne wesentliche Arthrose
Schmerzhafte Fehlstellungen im Großzeh mit bestehender Arthrose
Fehlstellungen der Zehen 2-5

Bei Fehlstellungen im Großzeh ohne Arthrose des Großzehengrundgelenkes ist das Ziel der Operation, die Verbreiterung des Mittelfußes zu korrigieren. Je nach Ausmaß des Spreizfußes (hier spielt für die Planung der ‚Inter-Metatarsale-Winkel’, der Winkel zwischen 1. und 2. Mittelfußknochen eine Rolle) stehen unter anderem die folgenden Operationen zur Verfügung.

Chevron-Osteotomie




Mitchell-Osteotomie




Basisnahe Osteotomie





Bei stärkerer Arthrose im Großzehengrundgelenk kann mit den oben genannten Eingriffen zwar die Fußform korrigiert werden, ein schmerzfreies Laufen wird dadurch jedoch nicht mehr ermöglicht. Da das gesamte Körpergewicht am Ende des Abrollvorganges des Fußes beim Gehen auf dem Großzehengrundgelenk liegt, können gerade diese Veränderungen zu erheblichen Beschwerden führen.

Bei stärkerer Arthrose im Großzehengrundgelenk stehen uns unter anderem die folgende Operationen zur Verfügung:

Fehlstellungen der Zehen 2 und 5 äußern sich häufig durch ständigen Druck des Schuhwerkes auf den Zeh. Im Gegensatz zum großen Zeh sind diese Zehen im Normalfall beim Abrollvorgang des Fußes nicht von direkter Bedeutung.
Bei stärkeren Fehlstellungen stehen uns unter anderem folgende Operationen zur Verfügung

Cheilektomie




Operation nach Brandes





Narkose:
Die Eingriffe werden in der Regel in einer Leitungsbetäubung der Beine (Periduralanästhesie) oder einer kurzen Vollnarkose durchgeführt.

Stationärer Aufenthalt:
Je nach häuslicher Versorgung und Risikofaktoren für die Operation kann der Eingriff ambulant oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes von 3-4 Tagen durchgeführt werden.

Nachbehandlung:
Bei einer Operation des 1. Mittelfußknochens oder Großzeh erfolgt in der Regel eine Entlastung für 3-5 Wochen (je nach operativem Eingriff). Hier wird das operierte Bein zunächst für eine knappe Woche mittels Unterschenkelgipsschiene geschützt, die Mobilisation erfolgt ohne Belastung. Nach 1 Woche erfolgt die Versorgung mit einem ‚Vorfußentlastungsschuh’, einem speziellen Schuh, mit dem der Fuß belastet werden kann ohne dass eine Biegebeanspruchung des operierten Mittelfußknochens entsteht.
Dieser Schuh wird – je nach Eingriff – für 2-4 Wochen belassen. Anschließend erfolgt die zunehmende Belastung ohne Hilfsmittel.

Dr. Robert Fischer Dr. Norbert Beil Orthopäde Bünde Unfallchirurgie Orthopädie Rheumatologie Chirotherapie arthrowl Osteopathie Akupunktur Schmerztherapie Atlastherapie arthrowl.de Neuraltherapie Triggerpunkttherapie Stoßwellentherapie Heilmethode Bandscheibenvorfall Bünde Praxis Arzt Praxisgemeinschaft