URL: http://www.arthrowl.de/index.php?handchirurgie


Druckansicht

Druckansicht

Handchirurgie

Handchirurgische Eingriffe:

Carpaltunnelsyndrom:
Dieses tritt vergleichsweise häufig auf. Der Medianus-Nerv, ein Nerv, der von der Halswirbelsäule bis in die Finger zieht und unter anderem die ersten drei Finger beugeseitig innerviert, wird hierbei im engen Knochenkanal des Handgelenkes eingeengt.
Ursachen hierfür sind unter anderem ein vermehrter Druck auf den Nervenkanal, am Handgelenk oder Stoffwechselerkrankungen. Auch während der Schwangerschaft, bei rheumatischen Erkrankungen oder nach Brüchen des Handgelenkes tritt ein Carpaltunnelsyndrom häufig auf.

Die Beschwerden äußern sich als Kribbeln in den Fingern 1-4, als Missempfindungen in den Fingern oder häufig als nächtliches Einschlafen der Hände.
Die Behandlung ist zunächst konservativ mit abschwellenden Maßnahmen und Tabletten zum Abschwellen und Entzündungshemmen. Bei Beschwerdepersistenz wird dann eine neurologische Untersuchung mit Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit des eingeengten Medianus-Nerven durchgeführt.
Bei entsprechender Verzögerung der Nervenleitung wird die so genannte Karpaldachspaltung zur Entlastung durchgeführt.


Anatomie des Carpalkanals

Dupuytren’sche Kontraktur:
Bei der Dupuytren’schen Kontraktur kommt es zum Verdicken und Schrumpfen der Bindegewebsplatte in der Hohlhand. Die Ursachen sind heute noch nicht ganz geklärt, es besteht jedoch eine familiäre Häufung. Weitere begünstigende Faktoren sind mechanische Belastung, Stoffwechselerkrankungen und Traumen.
Die Veränderungen an der Hohlhand treten meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Folge dieser Veränderungen sind zunächst lokale Beschwerden an der Hohlhand, im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Streckbehinderungen der Finger bis hin zur Gebrauchsunfähigkeit der Hand kommen.


Dupuytren’sche Kontraktur

In leichteren Fällen versucht man über gezielte Dehnung ein weiteres Fortschreiten zu verhindern, bei stärkeren Behinderungen oder deutlicher Streckhemmung der Finger entfernt man je nach Ausdehnung die gesamte Hohlhandaponeurose oder Teile von ihr.


Palmaraponeurose

Hautschnitte zur Entfernung der Palmaraponeurose


Tennisellenbogen:
Der Tennisellenbogen, die Epicondylitis humeroradialis, entsteht durch eine Überlastung der Streckmuskulatur von Fingern und Handgelenk. Den Namen verdankt diese Erkrankung den Überlastungsbeschwerden im Ellenbogen, die bei ungeübten Tennisspielern auftreten können.

Die meisten Menschen, die an einem Tennisellenbogen leiden, haben diesen jedoch nicht vom Tennisspielen.
Die Beschwerden äußern sich in Schmerzen an der Ellenbogenaußenseite, ein kraftvolles Strecken des Handgelenk oder festes Zupacken ist schmerzhaft. Die Schmerzen können hierbei lokal auf den Ellenbogen beschränkt sein oder bis in den Handrücken ausstrahlen.
Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zur Entzündung der den Ellenbogenknochen versorgenden Nervenfasern. Diese stellt meist den Übergang zur chronischen Entzündung dar.


Anatomie des Ellenbogens


Anatomie des Ellenbogens mit Operationsschritten bei der Denervierung n. Wilhelm


Die Behandlung ist in der Regel konservativ. Entzündungshemmende Therapien, Schonen und ggf. Ruhigstellung des überlasteten Armes sind die ersten Behandlungsmaßnahmen. Bei persistierenden Schmerzen kommt neben lokalen Spritzen mit einem niedrig dosierten Cortisonpräparat auch eine Stoßwellentherapie oder Akupunkturbehandlung in Frage.
Bei weiterhin anhaltenden Beschwerden wird dann eine Operation durchgeführt. Bei dieser Operation, die in der Regel nach ihrem Erst-Beschreiber als ‘Operation nach Wilhelm’ bezeichnet wird, werden die chronisch entzündeten Nervenäste am Ellenbogen aufgesucht und verödet. Weiterhin wird die Sehnenplatte der Streckmuskulatur des Unterarmes gekerbt, um die körpereigene Heilung zu aktivieren.
In der Nachbehandlung wird der Arm für 10 Tage auf einer Schiene ruhig gestellt. Im Anschluss findet ein langsamer erneuter Kraftaufbau der Muskulatur statt.

Sehnenscheidenentzündungen:

Sehnenscheidenentzündungen treten häufig bei Überlastungen oder entzündlich rheumatischen Erkrankungen auf. Diese äußern sich in Schmerzen in Ruhe oder bei Bewegungen und gehen häufig mit einer deutlichen Schwellung der betroffenen Sehnenscheiden einher.

Die Behandlung ist in der Regel konservativ mit Schonen, entzündungshemmenden Maßnahmen und/oder Ruhigstellung.
Bei anhaltenden Entzündungen und Beschwerden müssen gelegentlich Operationen durchgeführt werden. Hierbei wird die chronisch entzündete Sehnenscheide entfernt und ggf. die die Sehne einengenden Ringbänder durchtrennt.
Die Nachbehandlung erfolgt mittels zeitweiliger Ruhigstellung in einer Schiene mit gezielter Übungsbehandlung aus der Schiene zum Bewegungserhalt des Gleitgewebes der Sehnen.


Operative Entfernung der entzündeten Sehnenscheiden am Handgelenk




Copyright © 2009 Praxis Dr. Fischer Dr. Beil Dr. Johannes

Dieser Artikel stammt von http://www.arthrowl.de
URL zum Artikel: http://www.arthrowl.de/index.php?handchirurgie
Diese Seite drucken